Preise
 
  Was wird wohl eine Katze kosten?


Hier einiges was man sich vor der Anschaffung

einer Rasse- oder Edelkatze überlegen sollte!


Warum überhaupt eine Rassekatze? Wer sich für eine Rassekatze entscheidet, wird dafür seine Gründe haben.

In den meisten Fällen ist es das Aussehen seiner bestimmten Rasse. Außerdem hat man bei einer Rassekatze, wenigstens bist zu einem bestimmten Grad, auch die Gewissheit, bestimmte Charaktereigenschaften mit zu erwerben, eben rassespezifische Merkmale. Dagegen ist es bei einer Hauskatze immer so ein bisschen ein “Überraschungsei”. So richtig sicher sein, kann man nie, was einen erwartet.

Wenn man sich noch nie mit dem Preis einer Rassekatze beschäftigt hat, ist man sicherlich im ersten Moment etwas geschockt, wenn man mit einem Mal Preise von € 500,00 und mehr hört. Sind doch Hauskatzen gegen eine Schutzgebühr von € 25,00 bis € 100,00 "an jeder Ecke" zu haben. Was macht nun den Preis einer Rassekatze aus?


Zunächst einmal variieren die Preise für Rassekatzen erheblich. Für sehr seltene Rassen oder Moderassen muss oft ein weitaus höherer Preis entrichtet werden, als für andere Rassen.

Britisch Kurzhaar kosten meist um die € 600,00 bis € 700,00 und mehr. Auch hier gibt es jedoch Unterschiede.
Ein Irrglaube ist, dass die Stammbäume den Preis einer Rassekatze ausmachen. Dies ist nur bedingt der Fall. Der Stammbaum an sich kostet nicht viel.
Der Preis ist von Verein zu Verein unterschiedlich, er variiert zwischen € 10,00 und € 30,00. Das, was jedoch hinter dem Stammbaum steht, fließt aber auf jeden Fall in den Preis mit ein:

Um zu Papieren für sein Tier zu kommen, muss der Züchter sich gewissen Zuchtrichtlinien unterwerfen.
Das heißt z. B.: Eine Katze darf erst gedeckt werden, wenn sie mindestens zehn Monate alt ist, die Anzahl der Würfe ist beschränkt auf maximal 3 innerhalb von zwei Jahren.
Die Katze muss auf einer Ausstellung mindestens eine "vorzüglich"- Bewertung erhalten haben (nicht in allen Vereinen Vorschrift). Dies unterscheidet den seriösen Züchter schon im Vorwege von wilden Vermehrern, denen die Anzahl der Würfe wichtiger ist, als unter weitestgehender Schonung der Muttertiere geborene quietschgesunde, charakterfeste und dem Standard entsprechende Kitten.


Schon bevor eine Katze gedeckt wird, muss sich der Züchter Gedanken darüber machen, wer denn der Vater seiner zu erwartenden Kitten sein soll. Hier sind Ausstellungsbesuche, Kontaktpflege mit anderen Züchtern, oft lange Telefonate notwendig, bis man den richtigen Züchter gefunden hat. Dann wohnt der "Auserwählte" natürlich nicht unbedingt gleich um die Ecke. Reisekosten fallen an, um seine Katze zum Kater zu bringen, natürlich muss man sie auch wieder abholen. Hier kommen schnell einige Hunderter zusammen. Und dann natürlich die Deckgebühren. Diese liegen im Durchschnitt zwischen € 300,00 und € 750,00.


Selbstverständlich muss auch das Muttertier vor der Deckung etliche Tests und Gesundheitschecks über sich ergehen lassen, bevor die Besitzer des "Auserwählten" bereit sind, einem die Tür zur Hochzeitssuite zu öffnen. Wieder sind hierfür locker ein paar Hunderter fällig Kommt die werdende Mutter dann nach Hause, benoetigt sie neben ihrer sonst schon hochwertigen Ernaehrung besonderes Futter. Die naechsten Wochen und Monate wird sie ausschliesslich Kittenfutter zu sich nehmen, da dies noch energiereicher ist und den Kitten einen guten Start ins Leben ermoeglicht. Natuerlich ist dies teurer, als das normale Futter.


Kommt dann endlich der spannende Moment und die Katze bringt ihre Babys zur Welt, geht es natürlich weiter. Weiterhin gutes Kittenfutter, natürlich sonstige Leckereien und Vitamine, nur das Beste für die junge Mami. Beginnen dann die Kleinen, selbstständig zu werden, kommt man aus dem Staunen nicht heraus, wie groß der Appetit so kleiner Fellbälle sein kann! Und natürlich wird eifrig Katzenstreu in der ganzen Wohnung verteilt! Züchter sind in der Regel die liebsten Kunden sämtlicher Futtermittellieferanten.


Der nächste, der sich mächtig freut, ist der Tierarzt. Regelmäßige Wurmkuren sind für die Kleinen selbstverständlich, dann kommen die Impfungen. Tierarztkosten sind regional sehr unterschiedlich, so dass man kaum eine genaue Aussage darüber machen kann. Wir lassen im Durchschnitt pro Kitten für Wurmkuren, Impfungen, Untersuchungen, Chip- Markierung, Gesundheitszeugnis und Frühkastration ca. € 200,00 bis € 250,000 bei ihm.


Natürlich muss der Züchter auch bekannt machen, dass er Katzenbabys zu verkaufen hat. Hierzu muss er Annoncen in den unterschiedlichsten Zeitungen schalten, die Preise hierfür sind sehr unterschiedlich. Man kann aber davon ausgehen, dass zwischen € 100,00 und €¬ 200,00 Inseratskosten anfallen. Weitere Kosten fallen an für Ausstellungen, Werbematerial, Bewirtung der Interessenten usw.


Dies alles gilt natürlich nur, wenn alles normal verläuft. Gelegentlich muss man auch mit Komplikationen rechnen, die Babys kommen mit Kaiserschnitt zur Welt, die Mutter kann sich nicht um ihre Babys kümmern und man muss alle zwei Stunden mit hochwertiger Kitten-Milch zufüttern usw. Selbstverständlich geht man einmal mehr zum Tierarzt, wenn man nur die geringste Befürchtung hat, irgend etwas könne nicht in Ordnung sein. Dann sind die Kosten für ein Kitten kaum noch kalkulierbar. Würde man dann noch seine eigene Zeit in Rechnung stellen, die man damit verbringt, die Kleinen zu "betüddeln", zu beschmusen, zu füttern und pfötchenhaltend an der Wurfkiste der Mutter zu sitzen, bis auch das letzte Kitten sauber geputzt und quietschfidel an der Zitze saugt - ein Katzenbaby wäre nicht zu bezahlen!


(c)Nicole & Mirko